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2007, details im Glaselefanten des Maximilianpark in Hamm

Petra Rieke-Schrewe mit Klaus Erich Haun

Fotografie: Klaus Füssel, Köln


Betrachter der Amaryllis-Kollektion

Fotografie: Klaus Füssel, Köln



Presseinformation zur Ausstellung „details“
(Auszug) im Glaselefanten, Maximilianpark Hamm
vom 4. März bis zum 1. Mai 2007

Menschen „näher an die Blumen zu bringen, ja, sie mit der Nase und den Augen in die Blüten zu stupsen!“ – das ist das Anliegen, dass der Fotograf Klaus Erich Haun mit seiner Fotoserie „details“ verbindet.

Ins Riesenhafte vergrößerte Details von Pflanzen strahlen Sinnlichkeit und Wärme oder auch schon mal Kühle und Distanz aus. Ihre lebendige Farbigkeit ist ein Genuss. Je nach Motiv meint man, die Objekte geradezu zu schmecken, manche Ränder wirken wie gezuckert ... Die Perspektive, der besondere Blick des Fotografen lässt staunen und begeistert. In unserer Zeit, die sich durch oberflächliches und schnelles „Drüberhin“-Sehen definieren lässt, übt Haun mit dem Betrachter ein anderes, ein langsameres Sehen von (pflanzlichen) Strukturen von manchmal fast schmerzlicher Schönheit. Durch die Abbildung der an Farbabstufungen und Textur unglaublich reichen Makrostrukturen von Blumen „spricht“ Klaus Erich Haun in leisen Tönen.

Die Fotografien sind bis zu 100 x 150 cm groß und werden in vier verschiedenen Formen präsentiert: Inkjet, kaschiert und gerahmt; Lambdaprint zwischen Dibond und Plexiglas; Lambdaprint auf Dibond, geschützt durch UV-Folie; Inkjet auf Canvas, gespannt auf 4,5 cm starken Keilrahmen. Wichtig dabei ist, dass es sich bei den Inkjettinten um pigmentierte Tinte handelt (lange Lebensdauer) und Lambdaprint für einen Colorfachabzug steht. Die Fotografien sind zudem als Postkarten beim Künstler erhältlich.

Der Fotograf Klaus Erich Haun „ist ganz beim Bild“, so formuliert es Dr. Roland Kaehlbrandt, der bekannte Frankfurter Kultur- und Kommunikationsmanager. Er meint damit die Art und Weise, wie Haun schaut und fotografiert. Seine Photographie nähere sich dem Objekt über den Punkt hinaus, an dem man es noch genau zuordnen könne, so der Verfasser zahlreicher Bücher zur Sprachkritik. Haun tauche in den Gegenstand ein, ohne ihn sprachlich zu benennen. Tatsächlich sind die makroskopischen Portraits von Pflanzendetails etwas ganz Besonderes und verweigern sich schnellen Kategorisierungen.

Der Ausstellungsort passt zu den oft durchscheinend wirkenden Exponaten: Mitten im Maximilianpark steht der Glaselefant des Künstlers Horst Rellecke. Er verwandelte 1984 aus Anlass der Landesgartenschau die Kohlenwäsche der ehemaligen Zeche Maximilian in eine begehbare Plastik. Wer im gläsernen Rüssel nach oben fährt, genießt einen wunderbaren Panorama-Blick aus 35 Metern Höhe über den Maximilianpark und die Stadt Hamm.

Klaus Erich Haun, Jahrgang 1953, fotografiert seit seiner Kindheit, machte eine Fotografenlehre, studierte Fotoingenieurwesen in Köln und arbeitet seit 1986 als freier Fotograf. Seine Serie „details“ startete er Ende Mai 2003.

18. 12. 2006
imma schmidtKOMMUNIKATION
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